Die Kunst im Hier und Jetzt zu agieren!

Wie wir Menschen im Umgang mit Krisen und unvorhergesehenen Situationen Inspiration, Sinnhaftigkeit und Selbstwirksamkeit erleben können, zeigen uns die verschiedenen Spielarten der professionellen Improvisation, wie wir sie bei Musikern, Tänzern, freischaffenden Künstlern und beim Improvisationstheater erleben können. In unseren Qualifizierungsmaßnahmen  nutzen wir vor allem die Grundlagen der Ensemblearbeit beim Improvisationstheater als Modell für resilienzförderndes Verhalten im Unternehmen.

Wir beziehen uns in unserer Arbeit u.a. auf die spezielle Form des Improvisationstheaters, die z.B. Keith Johnstone in seinem Buch „Theaterspiele“ beschreibt und welche sich seit Mitte der 1990er Jahre auch in Deutschland wachsender Beliebtheit erfreut. Das Impro-Theater-Ensemble kommt in seinen Strukturen und den von ihm zu bewältigenden Aufgaben der Teamarbeit im Unternehmen am nächsten.

“The manager who can quickly discern emerging patterns, imaginatively create new ways of capturing and shaping human energy, and capture the flow of the moment will most likely build an adaptable and resilient organization that can not only survive challenges but also prosper when the unexpected happen.  […] What is needed instead is a capacity for „acting in the moment“, something that is better attained through quick adaptability, imagination, ingenuity, spontaneity, creativity, rapidly shifting networks and patterns, and highly improvised behavior.” (Janet and Robert Denhardt S. 333, Building Organizational Resilience and Adaptive Management, in: Recih/Zautra/Hall Handbook on Adult Resilience, 2010)

Improvisationstheater als Modell

Die Arbeit eines Improvisationstheater-Ensembles eignet sich besonders, um die Herausforderungen des modernen Arbeitsalltags modellhaft zu beschreiben, so dass Mitarbeiter und Führungskräfte für Ihren Führungsalltag lernen können. Die vier wichtigsten Transfer-Aspekte sind:

  • Das Improvisationsensemble (=Team) produziert nach Vorgaben des Publikums (=Kunden) eine Szene bzw. Geschichte (=Produkt/Dienstleistung).
  • Das Improvisationsensemble ist dabei auf ein konsequent lösungsorientiertes Vorgehen (=Produktivität) und sehr gute interne Zusammenarbeit (=Teamarbeit) sowie ein ausgesprochen professionelles Kommunikationsverhalten angewiesen.
  • Die Teamarbeit ist in hohem Maße von Prinzipien der Selbstorganisation (=Führungsstil) geprägt.
  • Zugleich müssen Improvisationsschauspieler sowohl ausgesprochene (Selbst)Führungs- als auch Team-Player-Kompetenzen aufweisen.

Ob in der Mitarbeiter-, Führungskräfte- oder Trainer-Weiterbildung,   im Mittelpunkt eines  Improvisationstrainings stehen – neben der begleitenden Vermittlung der wichtigsten theoretischen Hintergründe – das Erschaffen eines praxisnahen und nachhaltigen Erfahrungs-Settings. Nicht zuletzt darf und soll in den Laboren nicht nur eine Menge reflektiert, sondern sollen vor allem auch Fehler gemacht und gemeinsam gelacht werden – gemäß der Aussage von John Cleese: „If you cannot laugh about a tough problem, you will not solve it!“.

  • Die konsequente Aktivierung der kreativen Potentiale und die Stärkung des Improvisationstalentes
  • Re-Aktivierung von (oft verloren gegangenen) kreativem Handeln

Wesentlich beim Impro-Training ist die Schaffung von Lern- und Arbeitskontexten, in denen die Ideen auch konkret in Handlungs- und Verhaltensmotive umgesetzt werden können. Denn nur die Idee, die in der Praxis umgesetzt und erprobt und gegebenenfalls mehrfach überprüft und optimiert wird, bietet die Basis für echte Veränderung und Innovation. Klassische Seminar- und Trainingskontexte bieten hierzu nur wenig Raum.

© 2007 – 2013 Gabriele Amann, Martin Ciesielski. Auszug aus dem Beitrag:
„Angewandte Improvisation als Werkzeug für resiliente Führung“

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Ella Gabriele Amann und Ihr impo-live! Team